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Rauchfreies Nightlife?

3 Wochen nach Einführung der Gesetzgebung zur Einschränkung der Lebensqualität (sog. "Nichtraucherschutzgesetz") in Baden Württemberg, hier ein erster Statusbericht. Er entstand am frühen Sonntag Morgen dem 02.09.2007 05:30.

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Nachdem ich in den letzten 4 Wochen keinen einzigen Cent in der Gastronomie hab liegen lassen war mein Nightlife-Entzug so groß, dass ich heute Nacht mit dem Entschluss losgezogen bin, mich einfach mal umzuschauen. Wär ja möglich, dass entgegen der zahlreichen Web-Postings irgendwo doch noch ein bisschen Nightlife-Feeling vorzufinden ist. Und irgendwie hat mich die heutige Nacht dann an nen Bericht über New-York erinnert. Hört her:

Die Deutsche Manier ist ja bekannt: Brüssel beschließt, Frankreich und Italien liest, Deutschland führt aus. Die Konsequenzen interessieren nicht - zumindest zur Tatzeit. Aus der Geschichte der Deutschen kennen wir das ja... Demzufolge waren Aschenbecher natürlich nicht zu erwarten.

Zusammen mit einer Bekannten bin ich zunächst in`s SI-Centrum gefahren. Samstag nachts war dort immer der Bär los. Eine klasse und fröhliche Stimmung mit Live Musik im Dubliner (Irish Pub), eine gut gefüllte Tanzfläche in der Disko-Arena der großen Kuppel und ab 01:00 Uhr war die Phantom-Dance-Bar immer rappelvoll - war immer eine supertolle Stimmung.
Meine Bekannte, die im übrigen Nichtraucher ist, hat beim Durchqueren des SI dann das kalte Schaudern gepackt. Ein richtiger Schock! Ihr kamen fast die Tränen - wirklich wahr. Ich war eher gelassen - hab es ja genauso prognostiziert. Das Dubliner, das mit dem Ende der Musicals immer rappelvoll war, war nur zu ca. 30% gefüllt. Die gewohnte Life-Musik war nicht zu hören. Sie scheint sich nicht mehr zu amortisieren. Die mobile Disko in der großen Kuppel scheint es seit der letzen Woche ebenfalls nicht mehr zu geben. Den Grund konnte mir auch ein Kellner des Antenne1-Pubs nicht beantworten. Ich nehme an, er traute sich nicht die Wahrheit auszusprechen. Folglich war in der Kuppel niemand aufzufinden. Die Phantom-Dance-Bar, durch die man immer nur mit eingezogenem Bauch kam, war nur an den Bars und den Tischen belegt. Auf der Tanzfläche gerade mal 2 Mädels. Die Stimmung war wie in einem Leichenschauhaus (Zitat meiner Bekannten). In den 5 Minuten in denen wir in dem Club waren, konnten wir weder eine Unterhaltung noch irgendein Lächeln auf den Lippen der Gäste sehen. Alle gafften uns an als schienen sie sich zu fragen, ob wir die sind, die dafür die Verantwortung zu tragen haben. Wirklich zum Schaudern!

Da wir die Hoffnung noch nicht verloren hatten, sind wir nicht nach Hause, sondern in nen anderen Club gefahren, im dem auch immer gut was los war. Hey, schon bei der Parkplatzsuche haben wir unseren Augen nicht getraut. Die Parkflächen mittelmäßig gefüllt und im Treppenhaus ein Aschenbecher, an dem jedoch kaum jemand zu sehen war. Der Club - wohl als einziger in Baden Württemberg - zu ca. 80% gefüllt. Unterhaltungen an den Bars und fröhlich tanzende Menschen mit einem Lächeln auf den Lippen. Menschen eben, denen man ansieht, dass sie sich des Lebens erfreuen. Der Unterschied zum SI hätte deutlicher nicht sein können. Obwohl im Club zunächst nirgends Aschenbecher zu sehen waren, war komisch, dass immer wieder Leute mit einer nicht brennenden Zigarette an einem vorbeiliefen. Als ich nach der ersten Tanzrunde dann den Türsteher nach der Möglichkeit fragte eine Zigarette zu rauchen, verwies er mich auf ein notdürftig eingerichtetes Separet auf dem "Privat" zu lesen war. Als ich durch die stetig öffnende und schließende Tür trat, war mir das Geheimnis des Clubs plötzlich klar. Drinnen eine Stimmung, die die Seele fast zum Überlaufen brachte. Wahnsinn! Jede Menge laut lachende und fröhliche Menschen. Im Himmel kann es nicht fröhlicher sein. Kontakt zu bekommen war überhaupt kein Problem. Eben eine Art Privatclub, in dem man gleicher Gesinnung ist und sich daher automatisch versteht. Es schien, wie wenn die 40% der "Privat"-Besucher diese Stimmung immer wieder in den Club getragen hätten. Das Tolle: Nichtraucher haben davon gar nichts mitbekommen - die profitierten zwar unbewusst davon, haben die tollste Stimmung jedoch versäumt :-))

Ist dies nun die Zukunft der Clubs, ggf. auch der Restaurants und Bars? Für zahlreiche wohl eher nicht, da diese Lösung letztlich ja im Grenzbereich des legalen ist. Zudem ist zu erwarten, dass sich schon alsbald die immer wiederkehrende Missgunst einiger wenigen breit macht, die nicht akzeptieren wollen, dass Tabakgenuss für viele Menschen ein Stück Lebensqualität ist. Um diese Missgunst zu verhindern, müssten wohl alle gleichermaßen jung, schlank, reich und schön sein.

Daher der Aufruf an alle die hinter der aktuellen Gesetzgebung zur Einschränkung der Lebensqualität (sog. "Nichtraucherschutzgesetz)" stehen:
Meidet bitte solche Locations! Auch, oder vor allem dann, wenn sonst nirgends was los ist !!! Das Argument, die Location wegen einer anderen Person aufzusuchen, führt letztlich nur zu der erwähnten Missgunst.

Mein vorläufiges Resümee:
Das Gesellschaftsleben in Baden Württemberg scheint sich ähnlich zu verändern, wie es vor einigen Jahren schon in in New York zu beobachten war. Um 20:00 Uhr werden in der Metropole die Bürgersteige hochgeklappt. Wirklich? Nein, nicht wirklich für Szenekundige. In Wirklichkeit lassen sich die Menschen ihre Lebensfreude nur begrenzt nehmen. Die Freizeitgestaltung verlagert sich in den sog. Untergrund. Verborgen vom öffentlichem Zugang werden Events mehr oder minder privat organisiert. Rein kommt man nur auf Empfehlung und Einladung. In diese elitäre Kreise werden nur Menschen aufgenommen, die entsprechend liberal sind, Recht und Freiheit nicht nur für sich zu fordern, sondern auch zu respektieren, dass Lebensqualität von jedem anders interpretiert wird.
Demzufolge treffen sich in diesen pseudo privat geführten Locations Raucher und Nichtraucher genauso wie Dicke und Dünne. Allerdings nur Menschen mit einer liberalen Grundeinstellung. Die Anderen sind nicht geladen und müssen somit draußen bleiben. Das schöne an der Sache: Die Anderen sind nicht sauer, da sie von alledem ja nichts mitbekommen :-)
 

So long und liebe Grüße, Roland

 

Raucher aller Länder, vereinigt euch!
18 Millionen Deutsche werden nach und nach entrechtet. Europaweit sogar mehr als 100 Millionen. Man will diesen Menschen in zunehmendem Maße das Recht verwehren, in öffentlichen Räumen...   Der Kampf gegen die Raucher ist ein neuer Klassenkampf, ein Klassenkampf von oben: Gesundheitshysteriker und Organisationsmenschen verbünden sich, um ein Drittel ihrer Mitmenschen um Freiheit und Lebensfreude zu bringen...
http://www.ropohl.de/4.html

Passivrauchen und wie Statistiken gefälscht werden: Beispiel DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum)
Über die Fortschreitung des Orwellschen Faschismus: Raucher töten, die Erde ist eine Scheibe, die Evolution ist eine Lüge, wer die unbefleckte Empfängnis anzweifelt, wird “aufs Rad geflochten”, der Islam ist böse, wir sind überall von “Terroristen” umstellt, wer nichts zu verbergen hat, der braucht die Totalüberwachung auch nicht zu fürchten...
http://www.orwell-staat.de/wp/

Der Verbotswahn geht weiter
Ein Rausch des Verbietens hat die Republik erfasst... Das Leben soll ungemütlicher werden. Alkohol und Tabak, Hunde und schnelle Autos, Flugreisen und Computerspiele, Fernsehen und Fast Food - alles, was für Lebensqualität steht, ein wenig Wärme, Abwechslung und Komfort verspricht soll eingeschränkt, reglementiert, verteuert, wenn nicht gar verunmöglicht werden...
http://www.orwell-staat.de/wp/?p=10


Sag der Politik wie Du die Veränderung wahrnimmst.
Ist es gerechtfertigt, die Lebensqualität von 1/3 der Menschen - letztlich trifft es alle - in diesem Maße einzuschränken? Hier hast Du die Möglichkeit Dich direkt an Deinen Landtags-Abgeordneten zu wenden...
http://toleranz-fuer-raucher.de/forms.php?id=3